Geschichten aus dem Hühnergarten.

Das liebe Federvieh…

Ich melde mich zurück mit ein paar Geschichten vom Federvieh, im Hühnergarten ist nämlich immer etwas los… [Die Fotos sind allesamt digitalisierte Analogaufnahmen. Darunter waren ein paar abgelaufene Filme – nur falls sich jemand über die Patina wundert ^^]

Huehnergarten Vorwerk Sachsenhuhn

Heute gibts also ein wenig Hühnerlatein und Hühnergartengeschichten.

In eineinhalb Jahren Hühnerhaltung kann schon echt eine Menge passieren, das hätte ich tatsächlich nicht gedacht. Von anfänglich zwölf gefiederten Eierlegerinnen und ihrem Hahn sind noch acht übrig. Aber durch Nachwuchs und Neuankömmlinge ist die Truppe mittlerweile auf einundzwanzig herangewachsen, davon sechzehn Hennen und fünf Hähne. Eine hübsche bunte Hühnerschar.

Huehner im Garten III

Von Glucken und Küken

Drei der Hühnerdamen haben im letzten Jahr insgesamt neunzehn Küken ausgebrütet, welche im März, Mai und August geschlüpft sind. Für viele mag das banal sein, aber für mich war das jedes Mal sehr spannend zu sehen, wie die Glucken ihre Küken großziehen, ihnen alles zeigen, sie beschützen. So schnell entwickeln sich die kleinen Flaumbällchen zu kleinen frechen Hähnchen oder Hennchen. Sie lernen sehr emsig alles, was als Huhn eben wichtig ist, egal ob Staubbaden, Gefiederpflege oder welches Futter besonders gut ist. Und dass die Küken äußerst putzig anzuschauen sind, muss ich sicher nicht extra erwähnen, oder?!

Glucke im Nest

Kueken Hahn Rasse Mix

Und da sind wir auch schon bei der berühmten Frage: Hahn oder Henne? Bei uns war es so, dass zum Großteil Hähne geschlüpft sind. Es waren insgesamt fünf weibliche Küken dabei. Also vierzehn Hähne!

Kueken III

Glucke Marans mit Kueken

Die Glucken haben von uns ihr eigenes kleines Gehege mit einem Schlafstall und sicheren Netzen bekommen, denn wir wohnen am Ortsrand mit offener Feldflur, so dass Greifvögel ernstzunehmende Gefahren sind. Und leider nicht nur die. Auch Füchse sind von Zeit zu Zeit hungrige Gourmets… Was ich damit sagen will? Nun, insgesamt haben wir vier Tiere an sogenannte Fressfeinde verloren. Das ist jedes Mal echt traurig und eine Sache, an die man sich wohl nie gewöhnen wird.

Noch mehr Hühnerlatein…

Natürlich passiert es auch unter Hühnern, dass mal ein Tier erkrankt und sich nicht erholen kann. Und ein paar der jungen Hähne sind schließlich in der Kühltruhe gelandet – eine Sache, die man bedenken muss, wenn man Glucken befruchtete Eier ausbrüten lässt.

junger Hahn und Henne

Es lassen sich leider nur begrenzt Hähne mit Hennen zusammenhalten. Das kann gut funktionieren oder weniger. Bei uns war letzteres der Fall. Die jungen Hähne haben quasi gegen den Althahn geputscht. Keine schöne Geschichte, aber auch so etwas gehört dazu. Glücklicherweise konnte ich einige der Jungspunde an ihren eigenen Hühnerharem vermitteln.

Huehner im Sandbad

Wind und Wetter…

Ansonsten haben wir die meiste Zeit viel Freude mit dem Federvieh – Krähkonzerte von sich profilierenden Junghähnen (für die es jetzt einen schicken mobilen Stall gibt), sehr geschickte Ausbrecherhennen, die sich direkt im Garten bedienen, Stubenhocker und Schneefresser : )

Vorwerkhahn II

Ach ja, wetterfest sind unsere Hühner in jedem Fall. Schnee macht ihnen nichts aus, selbst bei Regen wird unermüdlich Futter gesucht, bis das Gefieder nur so trieft. Wir haben uns mobile Netzzäune besorgt, so dass es immer frisches Gras zum Picken gibt und die Hühner auch bald im Frühjahr die ollen Nacktschnecken im Garten aufspüren können.

Huehner im Schnee II

Übrigens: Dass Hühner dumm sind, ist weit gefehlt! Wenn man sich etwas Zeit nimmt (und sie mit Mehlwürmern besticht), dann werden einige ganz zutraulich und warten sogar auf Streicheleinheiten beim täglichen Rundgang. Auch ihr Verhalten ist spannend zu beobachten. Und die berühmte Hackordnung kehrt so manches Mal den wahren Charakter eines Huhnes zu Tage…

2 Kommentare bei „Geschichten aus dem Hühnergarten.“

  1. Schön mal wieder was von dir zu lesen liebe Anne – und zu sehen natürlich!
    Bielefelder, New Hampshire und Vorwerk meine ich unter anderem gesehen zu haben, wunderschöne Bilder, die Hühner im Baum hätte ich gerne als Poster. 😉
    LG Oli

    1. Liebe Oli – Danke für deine Worte! ja, ich habe echt auf mich warten lassen mit Fotos und Co.
      Genau, bei uns laufen Bielefelder, Sachsen, Vorwerk und deren Mixe. New Hampshire habe ich tatsächlich auch, aber erst im Januar neu gekauft und noch nicht auf den Bildern… Kann sein, du meinst die, die ich unter Mixe fasse… (ich hatte Überraschungsbruteier und keine Ahnung, was drin war^^)
      haha, meine Baumhühner als Merchandise – vielleicht sollte ich darüber nachdenken 😉
      liebe Grüße gen Norden!

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