Tomaten!

Dieser Tage wird man als Gärtner doch sehr belohnt. Wir ernten gerade dankend jede Menge Bohnen, Gurken, Tomaten; die Kartoffeln werden bedarfsgerecht aus der Erde geholt, Himbeeren und Brombeeren geben sich die Hand. Auch die ersten Kürbisse, Rote Bete und (bei uns) letzten Möhren finden ihren Weg in den Erntekorb. Nicht zu vergessen Kräuer, Salate und Blüten. Echter Erntesegen!

Und obwohl wir (noch) ohne Gewächshaus oder Folientunnel sind, waren vor allem die Tomaten immer reichlich. Da liegt quasi nichts näher, als die Verlängerung des Sommers selbst in die Hand zu nehmen und Vorräte anzulegen. Gesagt, getan.

Tomatensoße selbstgemacht V

Im letzten Jahr habe ich zumindest die Herstellung der Tomatensoße auf Film festgehalten. Heute ist nun also der Tag gekommen, die Fotos aus dem Archiv zu holen und mein Rezept aufzuschreiben. Dabei bin ich mir nicht sicher, ob man das Rezept nennen kann, denn Kräuter und Gewürze verwende ich nach meinem Geschmack.

Olivenöl von der Ölmühle Moog Bio planete, Gewürze, Kräuter

Was bei mir in den Topf kommt (am Ende waren es 12 große Gläser voll – etwa die Größe eines handelsüblichen Saure-Gurken-Glases):

_zehn Kilo Tomaten (am besten fleischige Sorten, aber auch alles andere funktioniert)
_ein Kilo Zwiebeln, eine große Knolle Knoblauch
_Salz, Pfeffer, etwas Zucker und frische(!) Kräuter aus dem Garten
_Olivenöl

Tomatensoße selbstgemacht VI

Wie ich das dann verarbeitet habe:

Am Anfang steht die Schnippelarbeit: Bei den Tomaten alles grüne wegschneiden, die Zwiebeln und den Knoblauch grob zerkleinern, die Kräuter hacken. Bei mir waren das übrigens Thymian, Basilikum, Koriander, Olivenkraut, Oregano, Salbei und Petersilie. Dann musste ich feststellen, dass ich keinen genügend großen Topf besitze. Also war Improvisation gefragt. Dazu habe ich mir unsere kleine Bulli-Küche auf den Hof gestellt und den 50-Liter Kessel irgendwie darauf montiert.
Und ab dann ist es eigentlich sehr einfach: Zunächst die Zwiebeln und den Knoblauch in reichlich Olivenöl glasig braten. Wer mag, kann auch direkt Chili dazugeben. Danach kommen schon die Tomaten dazu (am besten beim Kleinschneiden auch immer den Saft mit auffangen). Jetzt wird alles aufgekocht.

Tomatensoße selbstgemacht IV

Die Tomaten koche ich dann sicher eine Stunde lang, bis alles schön sämig ist. Nach einer Weile gebe ich die gehackten Kräuter dazu, da kann man wirklich experimentieren. Ich würze mit Salz, Pfeffer und wenig Zucker so lange, bis es mir schmeckt (im letzten Jahr hatte ich Galgant hinzugefügt). Man kann auch die Gewürze weglassen und einfach den puren Tomatengeschmack konservieren. Zum Schluss muss man sich entscheiden, ob die Soße stückig oder eher breiig werden soll – dementsprechend püriert man die Masse (wen die Tomatenschale stört, der sollte pürieren).

Tomatensoße selbstgemacht II
Am Ende wird dann die Soße in Gläser gefüllt (ich habe bisher immer Schraubgläser verwendet) und eingekocht. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten, entweder im Ofen oder Einweckautomat. Jedenfalls variieren auch hier die Angaben – ich hab die Gläser auf ein Backblech gestellt, warmes Wasser angegossen, den Ofen auf 170°C gestellt, gewartet bis in den Gläsern Blasen aufsteigen und alles nach 20 Minuten aus dem Ofen geholt und abkühlen lassen.

Tomatensoße selbstgemacht I

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2 Kommentare bei „Tomaten!“

  1. das sieht alles hervorragend aus! lieben Gruß ausm norden (hier sprießt gerade wegen des wechselhaften wetters vor allem das Gemüse, die Brombeeren und ihre freunde sind noch ziemlich sauer ; )

    1. ich bin zugegebenermaßen etwas spät dran mit der Antwort… trotzdem Danke für das Lob und die Grüße & schönes Wochenende!

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